klosterarbeiten
stärkung und spiegelung des glaubens

 
vom 30. november 2019 bis 29. februar 2020

 

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Klosterarbeiten sind eine Bezeichnung für eine Vielzahl von Arbeiten, die früher im Rahmen der Heiligenverehrung in Klöstern entstanden sind. Diese wurden oft als sogenannte Geduldsarbeiten ausgeführt. Der Ursprung der Klosterarbeiten liegt im Mittelalter. Die ersten Kantillenstickereien konnten im 16. Jahrhundert nachgewiesen werden.
Bei den volkstümlich auch als "schöne Arbeiten" bezeichneten Klosterarbeiten handelte es sich um Auftragsarbeiten oder sie waren zum Verkauf in Wallfahrtsorten bestimmt. Die Arbeiten wurden meist aus verschiedenen Objekten kombiniert, die zusammen eine Einheit bilden und in einem Kastenrahmen eingesetzt sind.

In der Mitte befindet sich in der Regel ein gemaltes Heiligenbild, ein Spitzenbild, eine Nadelmalerei, eine vollplastische Wachsbossierung
(z. B. ein "Wachsjesulein"), eine mit Stoff bekleidete Heiligenfigur oder eine Reliquie, umgeben von filigranen und kostbaren Flechtarbeiten aus Gold- und Silberdraht, Edel- oder Glassteinen und Perlen.
Neben den Klöstern verbreitete sich das altertümliche Handwerk auch immer mehr in den Bauernhäusern Bayerns und Tirols. Hier übten vor allem die Bäuerinnen bzw. die Mägde dieses Handwerk aus.

Einfallsreichtum und Phantasie zeigen sich sowohl in den vielen unterschiedlichen Materialien wie auch in deren Machart:

          - Kastenbilder
          - Spitzenbilder
          - Andachtsbilder
          - Wachsstöcke
          - Fatschenkindl
          - Reliquiare

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